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Lößnitzer Stolpersteine

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Stolpersteine sollen an drei ehemalige jüdische Lößnitzer Bürger erinnern


Am 27. Januar 2020 wurde im Lößnitzer Bürgerhaus ein Film uraufgeführt, in dem Zeitzeugen von Jugendlichen zu ihren Erlebnissen während des 2. Weltkrieges befragt wurden. Dieser Film war das Ergebnis des Projekts „1939.2019 - Vielfalt lokaler Erinnerungen“. Dieses Projekt wurde vom Anne Frank Zentrum Berlin initiiert und mit der Unterstützung des Vereins „Lößnitzer Bildungsweg e. V.“ und der Stadt Lößnitz durch eine Konfirmandengruppe der ev.-luth. Kirchgemeinde Lößnitz-Affalter in beeindruckender Weise umgesetzt.
Im Rahmen dieser Veranstaltung wurde auch die Lebensgeschichte von Samuel Joseph vorgestellt, einem jüdischen Bürger, der in Lößnitz ein Bekleidungsgeschäft geführt hatte. Nach einem längeren Leidensweg während der Nazizeit mit zwangsweisen Umzügen wurde Samuel Joseph am 29. September 1942 nach Treblinka deportiert und dort ermordet. Noch am Tag der Filmaufführung wurde die Idee geboren, an ihn in Form eines Stolpersteins zu erinnern. Die Initiative fand großen Zuspruch in Lößnitz, so dass mit der Planung und Umsetzung bald begonnen werden konnte. Bei den Recherchen stellte sich heraus, dass auch weitere Mitglieder der Familie Joseph Opfer der nationalsozialistischen Judenverfolgung waren und ihre Heimat verlassen mussten: Samuel Josephs Sohn, Dr. Heinrich Joseph, und dessen Frau, Dora Joseph, geb. Kohn. Auch an diese beiden Menschen soll durch Stolpersteine gedacht werden.

Nun nimmt das Projekt endgültig Gestalt an:

Am 5. November 2021 um 9.00 Uhr werden die Stolpersteine für Samuel, Heinrich und Dora Joseph vor dem letzten selbstgewählten Wohnort von Samuel Joseph, in der heutigen Rudolf-Weber-Straße 6, verlegt.

Die ungewöhnliche Zeit ist damit begründet, dass der Künstler Gunter Demnig an diesem Tag noch eine weitere Verlegung von Stolpersteinen in der Region vornimmt. Trotz der frühen Tageszeit kann die Verlegung hier in Lößnitz mit Ihrer Hilfe zu einer würdevollen Veranstaltung werden.

Am Abend des 5. November 2021 findet um 19.30 Uhr im oberen Saal des Bürgerhauses eine „Stunde des Gedenkens“ statt. Mit Musik und Lesungen soll an Samuel Joseph und seine Familie erinnert werden.

Sie und Ihre Familien und Freunde sind zu diesen beiden Veranstaltungen herzlich eingeladen.

Ein großes Dankeschön gilt Allen, die das Andenken an die Geschichte der Juden in der Zeit des Nationalsozialismus in Lößnitz bewahren möchten.

Um die Stolpersteine samt Verlegung und Beherbergung des Künstlers zu finanzieren, werden ungefähr 400 – 500 € benötigt. Deshalb bitten wir Sie um Spenden! Wir möchten möglichst viele Menschen gewinnen, denen die Erinnerung an das Schicksal von drei jüdischen Menschen aus Lößnitz am Herzen liegt. Deshalb sind auch kleinere Beträge eine große Hilfe für die Stolpersteinverlegung.


Bitte überweisen Sie Ihre Spenden auf das folgende Konto:

Empfänger: Lößnitzer Bildungsweg e. V.

IBAN: DE14 8705 4000 3609 0017 03

BIC: WELADED1STB

Verwendungszweck: Stolpersteine (und bitte Name und Adresse angeben, wenn Sie eine Spendenquittung wünschen)

Ab einer Spende von 10,00 € erhalten Sie eine Spendenbescheinigung. Falls mehr als der benötigte Betrag an Spenden eingeht, soll das Erinnerungsprojekt mit dem nächsten Konfirmandenjahrgang fortgesetzt werden.

Vielen Dank. Wir freuen uns auf Sie am 5. November bei der Verlegung der Stolpersteine.


Mit freundlichen Grüßen!
Elke Seekamp-Weiß, Tobias Decker und Anja Markert

Originalunterschrift von Samuel Joseph

© Stadtarchiv Lößnitz - Originalunterschrift von Samuel Joseph

 
 
© Stadt Lößnitz
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