Lößnitzer Impressionen
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Lößnitzer Bronze- Glockenspiel

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Frau Clara Pfauter geb. Colditz

Wissenswertes von Früher:


1938 stiftete Frau Clara Pfauter geb. Colditz anlässlich der 700- Jahrfeier der Heimatstadt Lößnitz das Glockenspiel.

Dieses Glockenspiel auch Carillon in der Fachsprache genannt befindet sich in der Turmlaterne der St. Johanniskirche und zählt zu den ältesten, noch funktionsfähigen Bronze- Glockenspielen Deutschlands.

Bronze- Glockenspiel

In der bekannten Glockengießerei Franz Schilling & Söhne in Apolda wurden die Glocken gegossen und die Leipziger Turmuhrenfabrik Zachariä lieferte die dazugehörige Technik.

Der Turm des Lößnitzer Rathauses war ursprünglich für das Glockenspiel vorgesehen. Dieser erwies sich jedoch aus statistischen Gründen als ungeeignet und somit wurde im beiderseitigen Einvernehmen zwischen Stadtverwaltung und Kirchenvorstand der Turm der St. Johanniskirche ausgewählt. Auch akustisch war dieser Standort die bessere Lösung.

Transport des Glockenspiels

Am 28. Mai 1939, dem 1. Pfingstfeiertag, wurde das Glockenspiel unter großer Beteiligung der Bevölkerung und vieler geladener Ehrengäste, feierlich eingeweiht. Auf etwa 30.000 Reichsmark schätzte man damals den materiellen Wert des kostbaren Geschenkes.
Zu den Besonderheiten des Lößnitzer Bronze- Glockenspieles gehört neben den von Kennern geschätzten "silbrigen Klang" auch die fünf verschiedenen Varianten der Spieltechnik.

Halbautomatisches Spielwerk

Während des Zweiten Weltkrieges sollte das Glockenspiel durch Anordnung des Reichwirtschaftsministerium für Rüstungszwecke eingeschmolzen werden. Durch die vielen eindringlichen Appellen an die zuständigen Behörden wurde das Glockenspiel wegen seines "künstlerischen Wertes" in die Gruppe D eingestuft und somit von der Demontage verschont.
In den Kriegszeiten und in der Zeit danach ertönte das Glockenspiel noch regelmäßig. Die beiden Lößnitzer Helmar Römer und Hermann Schroth zählten zu den wenigen Personen denen die ungewöhnliche Technik des Glockenspieles vertraut war.

Kantor Jens Staude am Spieltisch
Wissenswertes von Heute:


Neben den feststehenden Spielzeiten, zu denen unter anderem Lieder des unvergessenen Heimatsängers und Dichters Anton Günther, Choräle und Kirchenlieder erklingen, wird zu besonderen Anlässen das Bronze- Glockenspiel auch von einem unserer drei Carilloneure manuell gespielt.
Das künstlerische Handspiel erhebt das Glockenspiel zu einem lebendigen Instrument.

Bronze- Glocken

Technische Details:


Das Lößnitzer Bronze- Glockenspiel besteht aus 23 Bronzeglocken. Die größte Glocke hat ein Gewicht von 350 kg - die kleinste wiegt lediglich nur 12 kg und ist 25 cm hoch.
Der Tonumfang umfasst zwei Oktaven.
Die Glocken hängen in einem eiseren Gerüst, dem Eichenbalken. Diese Art der Aufhängung wirkt sich vorteilhaft auf den KLang aus.
Über Drahtzüge und entsprechender Kipphebel werden die Klöppel an die Glocken angeschlagen.

 
 
© Stadt Lößnitz
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